|Rezension| James Bowen „Bob, der Streuner“

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Bastei Lübbe (17. Mai 2013) – 256 Seiten – ISBN 3404606930 – 8,99 € Taschenbuch

Klappentext

Als James Bowen den verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, hätte man kaum sagen können, wem von beiden es schlechter ging. James schlug sich als Straßenmusiker durch, er hatte eine harte Zeit auf der Straße hinter sich. Aber dem abgemagerten, jämmerlich maunzenden Kater konnte er einfach nicht widerstehen, er nahm ihn auf, pflegte ihn gesund und ließ ihn wieder laufen. Doch Bob war anders als andere Katzen. Er liebte seinen neuen Freund mehr als die Freiheit und blieb. Heute sind sie eine stadtbekannte Attraktion, ihre Freundschaft geht Tausenden zu Herzen

Meine Meinung

Die Tiere, die uns durch unser Leben begleiten, prägen uns auf ewig. Ich glaube nicht, dass man je ein Haustier vergessen kann. Als jemand, der mit Katzen aufwuchs, nehme ich mir gerne immer wieder ein Buch zur Hand, das davon erzählt, wie eine einzelne Katze das Leben ihrer Besitzer und vieler anderer Menschen beeinflusst hat. Deswegen war „Bob, der Streuner“ das ideale Buch für mich.

Es gibt immer Menschen auf der Straße, die schräg angesehen werden, weil sie einen Hund oder eine Katze besitzen, obwohl sie es offensichtlich nicht dicke haben. Es wird ihnen vorgeworfen, dass sie sich nicht um die Tiere kümmern könnten, wenn sie ihr eigenes Leben offensichtlich nicht auf die Reihe bekommen. Doch gerade ein Tier kann helfen, jemanden über Wasser zu halten, der sonst untergehen würde, weil es jemanden gibt, um den man sich kümmern muss, für den man Verantwortung trägt und der einen liebt, ganz egal, wie schräg die restlichen Menschen einen betrachten. James Bowen und Bob beweisen das täglich.

Als der Straßenmusiker den verletzten Kater in seinem Haus findet, steckt er mitten im Entzug und lebt mit seiner Musik von einem Tag zum Nächsten. An dieser Stelle beginnt das Buch auch. Mit Bob in seinem Leben scheint es für James immer weiter bergauf zu gehen und bei dieser Entwicklung kann man ihn begleiten. So geht es hier also nicht nur um Bob und was mit ihm geschieht, sondern auch um James Leben und wie es sich durch Bob verändert hat. Dabei lässt er auch die Schattenseiten der Zeit nicht aus, denn Bob trifft nicht nur auf Freunde.

Ein wenig wehmütig wird man schon, wenn man die Geschichte der beiden verfolgt, jedoch auf positive Weise. Man merkt einfach mit jeder Zeile, wie wichtig James Bob ist und wie dankbar er ihm ist, dass er ihn gefunden hat und ihm nicht von der Seite weicht. Zugegeben, wer kein großer Katzenfreund ist, der wird dieses Buch wohl kaum kaufen. Doch Freunde von Biographien und Samtpfoten finden hier eine ehrliche und wenig rührselige Geschichte über ein ganz besonderes Paar.

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