Rezensionen · Sachbuch

|Rezension| Lichterglanz und Apfelduft

lichterglanz

Klappentext

Kommen Sie mit auf eine kleine nostalgische Reise in eine Zeit, in der das Geheimnis der Weihnacht noch allgegenwärtig war im hellem Kerzenschein und dem süßen Duft nach Pfefferkuchen. Kleine Anekdoten, Geschichten und Gedichte lassen den Zauber früherer Tage wieder auferstehen. Das Aufstellbuch Lichterglanz und Apfelduft ist ein stimmungsvoller Begleiter für die Advents- und Weihnachtszeit.

Meine Bewertung

Weihnachten – es gibt wohl kein zweites Fest, das so mit Bräuchen und Traditionen durchzogen ist wie dieses, und keines, das so viel Wert auf familiäres Dasein und Heimeligkeit im Haus legt. Doch in heute modernen Zeiten, in denen elektrische Lichter am Baum brennen und Weihnachtsmusik im CD-Player gespielt wird, sind manche Bräuche gar vergessen. Wer hat denn am vierten Dezember schon einen Barbarazweig geschnitten (ich hab es ja mal wieder total verpennt.)?

Mit Lichterglanz und Apfelduft taucht man ein in eine Fülle von Weihnachtstraditionen, die heute noch in fast jedem Haushalt leben, und solche, die schon ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Im Stil eines Tischkalenders kann man nach und nach Erinnerungen auffrischen. Auf der einen Kalenderseite erhält man ein weihnachtliches Zitat, dazu ein weihnachtliches Schwarzweißbild von Kindern oder Familien zur Weihnachtszeit oder eine alte Postkarte. Getrennt werden die Bilder durch Transparentpapier, das mit Weihnachtsmotiven wie Mistelzweigen bedruckt ist. Dahinter verbergen sich verschiedenste Texte: zu Erfindungen, die zu Weihnachten gemacht wurden wie die Entstehung des Adventskalenders oder des Adventskranzes, Weihnachtserinnerungen berühmter Personen oder Rezepte für traditionelle Plätzchen wie Spekulatius. So kann man sich adventskalendergleich durch Lichterglanz und Apfelduft blättern.

Man fühlt sich ja, wenn man so etwas liest, oft in der Stimmung, das umzusetzen, was man gerade gelesen hat. Leider fand ich viele der Rezepte und Anleitungen eher sparsam. So ganz definieren kann ich zum Beispiel nicht, was „Mittelhitze“ bei meinem Backofen genau bedeutet, und ich möchte auch nicht vor dem Ofen sitzen, bis die Plätzchen „lichtgelb“ sind. Grad- und Zeitangaben gab es doch sicher auch schon zu Omas Zeiten. Auch die Anleitung, wie man einen Barbarazweig zum Blühen bringt, ließ sehr zu wünschen übrig – ob das für die Austesteten von Erfolg gekrönt sein wird, wage ich zu bezweifeln.  Wer aber nur lesen und in der beschriebenen Stimmung schwelgen möchte oder seinen Tisch mit schönen und bedeutungsvollen Zitaten schmücken will, ist mit Lichterglanz und Apfelduft gut bedient.

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