|Rezension| Rita Lüder „Bäume bestimmen“

bäume

Klappentext

Bäume verändern ihr Aussehen während den vier Jahreszeiten, und das Bestimmen einer Art muss je nach Zeitpunkt anhand unterschiedlicher Merkmale erfolgen. Im Winter bieten sich die Knospen an, im Frühling geben Blüten oder Blätter die nötigen Hinweise und im Herbst verhelfen die Früchte zum Erkennen der Art.

Die vier verschiedenen Bestimmungsschlüssel führen Schritt für Schritt mit klaren Fragen und Antworten und vielen präzisen Fotos zur richtigen Art. Die wichtigsten Begriffe und Merkmale werden mit Bildern und Zeichnungen erklärt.

Ergänzt wird das Buch durch Porträts der 125 heimischen Laubbäume und Sträucher.

Meine Meinung

Meine Lehrerin ist allwissend. Diese Illusion hatten meine Schüler wohl solange, bis sie vor einem Baum standen und mich fragten: Was ist das für einer? Puh. Ich war ratlos. Alles, was keine extrem markanten Blätter oder Früchte hat, ist für mich eben Baum. Das kann ich so aber nicht auf mir sitzen lassen und ich machte mich auf die Suche nach einer Lösung für mein Problem. Wie immer suchte ich es im Buchregal und fand „Bäume bestimmen“. Ich sah mich schon heimlich nach Schulschluss über unser Schulgelände und die typischen Ausflugswege schleichen, um mir das nötige Wissen anzueignen und das Bild meiner Schüler wieder herzustellen.

So schnell geht das dann doch nicht, denn ein „Aufschlagen und kapieren“-Buch ist „Bäume bestimmen“ dann doch nicht. Also erst einmal einarbeiten. Im Prinzip bestimmt man die Bäume nach Blättern, Blüten, Früchten und Winterknospen und das nach dem lustigen Ausschlussprinzip. Das geht so: Man kuckt sich zuerst einmal die Blattmerkmale an- entweder, das führt einen gleich zur Lösung oder man geht einen Schritt weiter, wo weitere Merkmale der Blätter (später dann Blüten, etc.) angegeben werden. Man wird also entweder auf die Seite mit dem richtigen Baum weitergeleitet oder zum nächsten Schritt, der einem bei der Bestimmung hilft. Am Ende landet man aber ziemlich immer bei der richtigen Lösung. Wenn nicht, kann man aber auch ganz einfach wieder einen Schritt zurück machen. Man muss sich aber nicht nur auf wörtliche Beschriebungen verlassen, sondern kann auf Unmengen an Bildern von Fruchtständen und Co zurückgreifen, so dass man nicht ins Raten gerät, was denn nun gemeint sein könnte. Auch Fachwörter, die verwendet werden, werden direkt daneben noch erklärt. So kann man ganze 125 Laubbaumarten bestimmen (solange man sich nicht in Timbuktu aufhält, das Buch gilt nämlich nur für heimische Arten. Aber meine Schüler fahren wohl eh nie mit mir nach Timbuktu.).

Hat man sich also im ersten Moment von so viel Information erschlagen und verwirrt gefühlt, hat man dann doch schnell den Dreh raus, wie man mit dem Buch umgehen muss. Und glaubt mir, bei so etwas bin ich keine Frau der geduldigen Sorte. Hat man dann den Baum gefunden, blättert man in den hinteren Teil des Buches, wo beschrieben wird, wann der Baum blüht, wo er wächst und ob es nette kleine Anekdoten dazu gibt, untermalt von teilweise sogar sehr schönen Bildern, die man sich auch als Poster an die Wand hängen könnte, wenn man wollte. Für mich ist „Bäume bestimmen“ also mein Retter in der Not, und wenn ich mal Zeit übrig habe, dann sieht man mich sicher mit dem Buch unterm Arm durch die Gegend wandeln.

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