|Rezension| Jo Franklin „Hilfe, ich bin ein Alien!“

alien

Klappentext

Schlaksig, viel zu groß geraten und irgendwie seltsam – das ist Daniel Kendal. Als seine supernervige Schwester ihm eines Tages eröffnet, er wäre in Wahrheit ein Alien, der auf der Erde ausgesetzt wurde, kommt Dan eine ungeheuerliche Idee: Was, wenn er völlig normal ist und alle anderen die Durchgeknallten sind? Wäre er auf seinem Heimatplaneten vielleicht gar kein seltsamer Freak, sondern beliebt oder sogar cool? Gemeinsam mit seinen Freunden, dem Computer-Nerd Gordon und dem Furzweltmeister Freddo, heckt Dan einen ziemlich abgedrehten Plan aus. Das Ziel: den Alien Dan zurück nach Hause befördern!

Meine Meinung

„Hilfe, ich bin ein Alien“ war ein sehr zwiespältiges Leseerlebnis. Schon die Aufmachung zeigt, dass es sich hier um ein abgefahrenes Buch handelt. Bilder im gleichen Stil ziehen sich durch das ganze Buch hindurch und lockern die Geschichte zusätzlich auf. So sieht man nicht nur Daniel, sondern auch seine besten Freunde Gordon und Freddo in Aktion.

Leider war es so, dass ich keinen der drei besonders leiden konnte. Jeder von ihnen ist ein wandelnder Egoist, auch wenn es am Ende ganz anders wirken soll. Daniel erwartet schlicht und einfach, dass seine Freunde springen und Zeit, Nerven und Geld dafür opfern, ihn auf seinen Heimatplaneten zu schicken. Tun sie das nicht, verteufelt er sie und schmollt. Gordon geht es eigentlich nur darum, seine eigene Haut zu retten und würde dafür ohne nachzudenken seine Freunde opfern, glaubt aber immerhin wirklich an Daniels Theorie, während Freddo so tut, als glaube er Dan, und ihn wissentlich in Lebensgefahr bringt. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde, und das halte ich auch für kein gutes Beispiel für junge Leser.

Dass Dan so leicht daran glaubt, dass er ein Alien ist, war mir ein wenig zu unglaubwürdig, weil er in meinen Augen dafür schon zu alt ist. Andererseits steht er an der Schwelle zur Pubertät und das ist ja bekanntlich nicht die Zeit, in der man sich seiner Person felsenfest sicher ist. Und zugegeben – komisch ist es natürlich, wenn man so gar nicht aussieht wie der Rest der Familie, es keine Babyfotos von einem gibt und an seinem Geburtstag ein Meteorit vom Himmel gefallen ist.

Das Buch hat einen ganz eigenen Humor, den man mögen muss. Auf der einen Seite musste ich wirklich häufig vor mich hinkichern, denn Dan ist einfach so unfreiwillig komisch. Auf die wirklichen Unmengen an Furz-, Rotz- und sonstigen Ekelwitze war ich aber tatsächlich nicht gefasst und auch beim Lesen unheimlich angewidert. Ich weiß nicht wirklich, ob die Zielgruppe das in diesem Ausmaß lustig findet – einmal ist okay, zweimal auch, aber so oft ist ein Ticken zu viel.

 

Arbeitsvorlage_COPP-Logo-Pappen_07_06.indd

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