Erfahrungen · Humor · Rezensionen

|Rezension| Johannes Hayers, Felix Achterwinter „Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn“

einhorn

rororo * 19.12.2014 *  ISBN: 978-3-499-62872-6

 TB 9,99 € * eBook 9,99 € * Leseprobe

Klappentext

Johannes Hayers und Felix Achterwinter haben die besten Erziehungstricks von ganz normalen Eltern gesammelt. Obwohl: Ist Angelika normal, wenn sie bei sich selbst einbricht, um ihrem Sohn das Abschließen der Haustür einzutrichtern? Ist Maria normal, wenn sie ihre Tochter dazu bringt, den Sicherheitsgurt anzulegen, indem sie droht: «Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn!»? Ob normal oder nicht, ob legal oder nicht, diese listigen und lustigen Erziehungstricks haben tatsächlich funktioniert. Denn Kinder lieben nicht nur Einhörner, sie lieben auch Bären. Warum sollte man ihnen also nicht hin und wieder einen aufbinden?

Meinung

Erziehung ist kein Kinderspiel. Manchmal muss man kreativ sein, um wütenden Ausbrüchen, permanenten Verweigerungen oder Tränenflüssen Einhalt zu gebieten. Zu meiner Schande (oder eher zum Lob meiner eigenen Kreativität?) muss ich zugeben, dass ich auch schon zu abstrusen Geschichten gegriffen habe, um meine Schüler wieder auf die Spur zu bringen. Es gab da mal diese Geschichte mit dem verlorenen Milchzahn im Wald, der knappen Zeit bis zum Mittagessen in der Schulküche und dem Zahnbaum… nagut.

Die Geschichten, die man in Schnall dich an, sonst stirbt ein Einhorn findet, wird man in keinem Erziehungsratgeber lesen können – manche davon sollte man aber vielleicht darin aufnehmen. Ich war durchaus oft erstaunt von der kreativen, aber manchmal auch dezent bösartigen Ader, die Eltern herauslassen können. Und manchmal musste ich einfach nur herzhaft lachen, zum Beispiel bei der Vorstellung, wie sich eine Mutter im Supermarkt einfach neben ihr schreiendes Kind auf den Boden wirft und mitschreit, bis das Kind peinlich berührt aufsteht und ruhig ist. Das merke ich mir!

Geben wir es doch zu – manchmal sind wir unsicher, weil die tollen Ratgebertipps nicht helfen. Da tut es doch gut, einmal zu lesen, dass es anderen nicht besser geht, dass ihre Kinder auf konventionelle Weise einfach nicht mehr reagieren und man die Sache mit Witz und guten Ideen angehen kann. Sicher gab es auch die eine oder andere Geschichte, bei der ich mir dachte: Oha, das ist aber jetzt zu viel des Guten. Aber in so vielen Fällen kann man auch lesen, wie die Kinder reagierten, wenn sie ihre Eltern durchschaut hatten. Und das war nicht minder lustig zu erfahren.

Fazit

Mit unverwechselbarem Wortwitz, einer großen Prise Galgenhumor und einem zwinkernden Auge werden dem Leser hier unkonventionelle Wege präsentiert, mit dem eigensinnigen Nachwuchs umzugehen. Wunderbar lustige Kost für Eltern und andere Erziehungsbeauftragte.

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