|Rezension| Kirsten Hinkler „Carlin Kopfüber“

carlin

Waldhuhn Verlag * 24.11.2014 * ISBN: 978-3-943671-04-9

 HC 14,95 €  * Leseprobe

Klappentext

Carlin ist eine kleine Fledermaus, die es nicht eilig hat. Während die anderen Fledermauskinder längst durch die Gegend flattern, hängt er lieber gemütlich am Ast. » Fliegen. Wozu fliegen?! Es ist doch alles toll so, wie es ist. « Aber wie lange kann Carlin sich eigentlich Zeit lassen? Ja, darf man das denn überhaupt — so lange warten? Warum nicht. Carlin hat nun mal sein eigenes Tempo . Und WENN Carlins Zeit einmal gekommen ist, dann mit so viel » Wumms «, dass es durch den gesamten Blätterwald rauscht. Begleitet wird Carlin von der vorwitzigen Motte Berga. Trotz aller Gegensätze verbindet die beiden eine außergewöhnliche, wunderbare Freundschaft.

Meinung

Kinderbücher sind im Grunde – auch wenn sie sicher alle schön gestaltet sind – sich im Design sehr ähnlich – süße comicartige Figuren, mit großen gleichfarbigen Flächen, und dickem festen Glanzpapier. Carlin kopfüber ist dagegen ein Buch der ganz anderen Sorte. Die Bilder – in den Grundtönen Blau und Braun gehalten – bestehen aus so vielen verschiedenen Texturen, dass man genau hinsehen muss. Im ersten Moment wirkt es fast ein wenig erschlagend, im zweiten Moment finde ich es sehr schön, dass man sich an einer einzigen Zeichnung so lange festsehen kann. Die Seiten sind aus rauem Papier gemacht und fühlen sich dadurch sehr wertig und angenehm an.

Die Bilder unterstreichen die fröhliche Geschichte von Carlin, dem Fledermausjungen, und Berga, dem Mottenmädchen. Beide sind Tiere der Nacht und freunden sich an, während sie sich immer kopfüber angucken. Dabei wird ihre Geschichte so wunderbar lustig und detailreich erzählt, dass man aus dem Schmunzeln nicht mehr herauskommt. Dabei ist gar nicht alles Friede Freude Eierkuchen bei Carlin – im Gegensatz zu den anderen Fledermäusen hat er nämlich weder Lust auf Fliegen und Insektenessen. Und für Carlin ist das auch kein Problem, nur für den Rest. Ein Gefühl, das viele Kinder kennen dürften (Und Eltern, die sich unter Druck fühlen, dass ihr Kind vielleicht als letztes… ohjeohje. Was sollen die anderen sagen?).

Zusätzlich zur Geschichte bekommt man auch noch die Anleitung für ein Spiel namens „Fledermaus und Motte“, bei dem die Kinder erfahren können, wie es ist, sich nur durch Gehör zu orientieren, genau wie eine Fledermaus auch. Außerdem erfahren sie noch Genaueres über das Leben von Fledermäusen.

Fazit

Mit unverwechselbarem Design und einer Geschichte darüber, dass jeder sein eigenes Tempo hat, ist Carlin kopfüber ein wunderbares Buch sowohl für Kinder als auch für ihre Eltern. Hier verbindet sich Kunst mit Geschichtenerzählen in bester Weise.

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