|Rezension| Paul Biegel „Ich will so gerne anders sein“

anders

Urachhaus * 1.8.2014 * OT Ik wou dat ik anders was * ISBN: 978-3-8251-7807-9

 HC 16,90 € * Leseprobe

Klappentext

«Ich will so gerne anders sein», ruft ein kleiner Junge, als er vor seinen Hausaufgaben sitzt. Groß und stark will er sein, leicht lernen, seine Brille loswerden, anders eben! Und Anders nennt man ihn darum. Aber anders hexen kann ihn nur der Große Zauberer. Da begegnet er Federchen, schrumpft auf die Größe eines Flohs und wird mit dem Wind von Abenteuer zu Abenteuer gewirbelt, dem Großen Zauberer entgegen Bei jedem Abenteuer lernt Anders etwas dazu und ein bisschen mehr vom Einmaleins. Die Welt, die für den klitzekleinen Kerl voller Gefahren steckt, verlangt ihm Mut und Erfindergabe ab. Und schließlich steht er vor der Wahl, Federchen zu retten oder anders zu werden.

Meinung

Robert möchte gerne anders sein. Deswegen nennen ihn alle auch nur noch Anders, nicht mehr Robert. Denn er ist weder schlank noch sportlich, seine Augen funktionieren nicht richtig und am allermeisten quält ihn, dass er sich nichts merken kann. Anders ist ein Kind, in dem sich andere Kinder wiederfinden können – vielleicht sind sie auch tollpatschig, haben Probleme in der Schule oder sind anderweitig unglücklich mit sich selbst. Doch im Laufe der Zeit wird Anders – und den jungen Lesern – vor Augen geführt, dass Schwachstellen manchmal auch Stärken sein können und dass man nicht automatisch dumm ist, weil man sich Malreihen nicht merken kann.

Federchen hingegen – obwohl sie viel mit Anders gemeinsam hat – scheint doch ein fremdes Wesen zu bleiben, da sie ein Geheimnis mit sich herumträgt, das sie nicht verraten darf. Doch ihr größter Wunsch ist derselbe wie Anders – sie möchte sein wie alle anderen, nicht herausstechen, sondern ein ganz normales Mädchen werden.

Mit beiden geht man auf eine Reise durch die Insektenwelt – man blinzelt in einen Ameisenbau, unterhält sich mit Hummeln, sieht zu, wie aus Raupen Schmetterlinge werden. Denn auf dem Weg zum großen Zauberer, der Anders helfen soll, geht eine Menge schief. Denn ankommen kann Anders nur, wenn er das Siebenereinmaleins fehlerlos aufsagen kann – und daran scheitert der kleine Junge immer wieder, bis er auf seinem Weg einen Trick entdeckt, wie er es sich besser merken kann. Mit jedem Abenteuer kann er eine Rechnung mehr.

Das Buch ist – wie jede Neuauflage der Bücher bei Urachhaus – wieder mit vielen schönen, manchmal doppelseitigen Graphiken ausgestattet, auf die meine Kinder immer ganz wild sind.

Fazit

In gewohnt schöner Sprache und mit hinreißenden Graphiken ergänzt ist „Ich will so gerne anders sein“ ein wundervolles Buch für junge Leser zum Selbstlesen oder Vorlesenlassen.

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