|Rezension| Heiner Meemken „Himmelrot“

himmelrot

Knaur * 14.1.2015 * ISBN: 978-3-426-51437-5

 TB 9,99 € * eBook 9,99 € * Leseprobe * Autor

Klappentext

Klaus Wiesenbach steht am Scheideweg seines Lebens. Genau zu dieser Zeit erreicht ihn eine E-Mail seines alten Freundes Rüdiger, der nicht mehr lange zu leben hat. Er bittet Klaus, für ihn eine Abschiedsfeier mit den ehemaligen Freunden aus der Studentenzeit zu organisieren, die mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut leben. Klaus macht sich auf eine Suche, die Rüdigers letzten Wunsch erfüllen soll – dabei erlangt auch Klaus unerwartet Klarheit und gibt seinem Leben eine neue Richtung.

Meinung

Vielleicht lag es daran, dass mindestens eine Generation zwischen mir und den Protagonisten von Himmelrot lag, aber ich wurde mit dem Buch einfach nicht warm. Zu Beginn ist es einfach nur deprimierend – nicht, weil Klaus eine Email von seinem krebskranken Freund bekommt. Natürlich ist das auch kein Grund, vor Freude zu jubeln, doch Rüdiger nimmt seine Situation mit einem gewissen Humor, der seinen Nachrichten etwas an Schwere nimmt, auch wenns im Herzen schon ein wenig ziept.

Deprimierend sind Charaktere wie Martina, deren Gejammer man über mehr als 50 Seiten ertragen muss – eine erwachsene Frau, die von Prinzipien nichts hält, die sauer ist auf den Mann, der sie hinten und vorne belogen hat, dem sie nie genug vertrauen konnte, um ehrlich zu ihm zu sein, sich aber nach einem Gespräch und genug Wein bereitwillig wieder in seine Arme wirft und schon rosige Zukunftsaussichten vor Augen hat, kann einen nur runterziehen. Nach der ersten Begegnung mit diesem alten Freundeskreis hatte ich auf den Rest schon gar keine Lust mehr. Nehmen wir Rüdiger dabei aus – Rüdiger ist der einzige erträgliche Charakter. Ich bin mir sicher, das ist auch so gewollt, aber einfach schwer auszuhalten. Nach Martina kam dann „Mein Haus – Mein Auto – Mein Boot“ – Herbie, der nicht weniger unerträglich war.

Und dann – ja, dann war mir ehrlich gesagt meine knapp bemessene Zeit zu schade. Irgendwie sah ich kein Licht am Horizont für Himmelrot und mich. Das Buch hat unheimlich viele, sicher von der richtigen Zielgruppe abgegebene gute Bewertungen. Aber ich hatte mir einfach etwas ganz anderes erwartet. Für mich blieb der schale Beigeschmack, dass man seine Ideale und Überzeugungen im Lebensalltag verlieren kann wie andere Haargummis.

Fazit

Dieses Buch musste ich einfach abbrechen, weil ich mit keinem der Protgonisten warm wurde, geschweige denn mit der Geschichte. Wahrscheinlich bin ich doch die falsche Zielgruppe.

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