Kinderbuch · Ratgeber · Rezensionen

|Rezension| Lydia Keune-Sekula „Der Kummerkönig“

kummerkönig

mebes & noack * 1.2.2011 * ISBN: 978-3927796935

 HC 18,50 €

Klappentext

Der Kummerkönig weckt und stärkt Empathie und bietet ein Beispiel für Hilfe und Trost. Kinder sehen, wie man sich bei Kummer –auch um sich selbst – kümmern kann. Texte in schönster Reimform zeigen, dass die kleinen Menschen nicht allein gelassen werden.

Die wimmeligen Bilder von Franziska Becker sind voller Mitgefühl für die vielen Arten von Kummer. Sie laden zum Suchen, Finden, Staunen, Schmunzeln ein: Lachen entlastet und ist unbedingt erlaubt! Erwachsene können mit dem Buch eine Brücke zu „ihren Sorgenkindern“ bauen, ihnen Vertrauen und Geborgenheit vermitteln.

Meinung

Manche Kinder erzählen ihre Sorgen frei von der Seele weg. Und für manche Kinder ist es schon eine Herausforderung, zu berichten, wenn ein anderes Kind sie in der Pause geärgert hat. Vor allem für letztere ist Der Kummerkönig gedacht.

Ich, Kummerkönig, lass kein Kind allein,

pack jeden Kummer von Kindern ein.

Die Tasche ist riesig auf meinem Bauch,

sie fasst den kleinen Kummer und den großen auch.

In Reimen erzählt der Kummerkönig von den Sorgen anderer Kinder, um die er sich schon gekümmert hat. Kinder, die unter dem Streit ihrer Eltern leiden, die von ihrem Onkel nicht geküsst werden wollen, deren Hamster gestorben war. Für jede Situation, die ein Kind bedrücken kann, gibt es ein Kind im Buch, das selbiges durchlebt und sich dem flauschigen König anvertraut hat. Dazu gibt es bunte, detailreiche Bilder zu betrachten.

Für die Pädagogen gibt es zum Buch einen Ratgeber, wie man am besten mit den Kindern und dem Buch arbeiten kann. Gedacht ist es vorrangig für Kinder im Vorschulalter, ist aber auch im Grundschulalter noch einsetzbar, wobei ich mir vorstellen kann, dass es bei den älteren Grundschülern zu kindlich wirkt. Im Ratgeber finden sich sieben Empfehlungen, wie man mit den Kindern an das Buch herangehen kann, außerdem Hinweise, wie man ein Trauma von normalem Kinderkummer unterscheidet und wie man mit den Erkenntnissen weiter vorgehen kann. Am Ende finden sich Praxismaterialien, unter anderem die Kopiervorlage und Bastelanleitung für den Kummerkönig, der ähnlich wie ein Sorgenfresser funktioniert, indem man seine Sorgen auf Papier schreibt und das Papier in seine Bauchtasche steckt.

Fazit

Der Kummerkönig ist eine gute Methode, um Kinder dazu zu ermutigen, sich ihre Sorgen von der Seele zu reden. Die kindgerecht formulierten Gedichte und Bilder regen zum Gespräch an und der pädagogische Ratgeber gibt gute Tipps zum weiteren Vorgehen.

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