|Rezension| David Levithan „Hold Me Closer“

hold me closer

Penguin * 17.3.2015 *  ISBN: 9780141359373

 TB 9,60 € * eBook 9,12 € * Autor

Klappentext

Especially for those of us who ordinarily feel ignored, a spotlight is a circle of magic, with the strength to draw us from the darkness of our everyday lives. 

Watch out, ex-boyfriends, and get out of the way, homophobic coaches. Tiny Cooper has something to say—and he’s going to say it in song.
Filled with honesty, humor, and “big, lively, belty” musical numbers, Hold Me Closer is the no-holds-barred (and many-bars-held) entirety of the beloved musical first introduced in Will Grayson, Will Grayson, the award-winning bestseller by John Green and David Levithan.

Tiny Cooper is finally taking center stage . . . and the world will never be the same again.

Meinung

Tiny Cooper kennen Leser von David Levithan aus seiner Kooperation mit John Green namens „Will Grayson, Will Grayson“. Dort war Tiny einerseits der beste Freundin des einen Will, gleichzeitig der Kurzzeitfreund des anderen Will. Im Buch wird Tinys Musical nur am Rande beschrieben – nun bekommt genau dieses Musical in „Hold me closer“ die volle Aufmerksamkeit. Und damit auch die liebenswerte Nebenfigur Tiny Cooper. Ich mochte Tiny schon damals, als ich „Will Grayson, Will Grayson“ gelesen hatte – trotz dessen, dass er es nicht leicht hatte mit seinen „schweren Knochen“, seiner sexuellen Orientierung und seinem Unglück in Sachen Liebe steckte er immer voller blühendem Selbstbewusstsein und Hoffnung in eine gute Zukunft. Ich weiß dennoch nicht, wie er auf Menschen wirkt, die das zugehörige Buch nicht gelesen und ihn dort auch aus einer eher weniger egozentrischen Sichtweise kennengelernt haben. Denn in „Hold me closer“ geht es eben nur um Tiny – immerhin ist es ein Musical über sein Leben. Und es gelingt ihm nicht immer, sich selbst im allerbesten Licht darzustellen.

Dennoch fand ich es gut, dass Tinys Homosexualität so im Mittelpunkt stand, aber nicht nach Schema F – Tiny macht eigentlich keine Anstalten, seine sexuelle Orientierung zu verbergen, auch wenn er davon berichtet, dass er mit dem Wort an sich lange hadern musste. Seine Eltern sind – wie sein Freundeskreis – komplett offen, was das angeht und stehen hinter ihm. Sogar der Großteil seines Footballteams unterstützt ihn. Eigentlich revidiere ich meine Aussage – nicht Tinys Schwulsein steht im Mittelpunkt, sondern nur seine Suche nach jemandem, der ihn so liebt, wie er ist. Dabei stolpert er manchmal über die Situation, meistens aber über ganz normale Probleme in Teenagerbeziehungen wie Klammern, Unsicherheiten oder Fernbeziehungen.

Tiny kommentiert sein Drehbuch mittendrin immer wieder selbst, stellt Bezüge her zu seinem richtigen Leben und den richtigen Personen (seine besten Freunde sind zum Beispiel im Musical umbenannt, seine Exfreunde nicht – selbst schuld, sagt er darüber, sie hätten sich ja nicht so mies benehmen sollen). Auch zieht er viele Parallelen zu Kinofilmen und Musicals. Solche Parallelen finde ich ja immer dann schwierig, wenn es sich um wenig bekannte und schnell vergessene (weil eben unterdurchschnittlich gute) Filme handelt, das ist hier aber Gott sei Dank nicht der Fall, auch wenn ich als Nichtextremmusicalfan manchmal googeln musste, um eine Anspielung komplett zu verstehen.

Fazit

Sollte jemand jemals auf die Idee kommen, dieses Musical auf die Bühne zu bringen – ich will unbedingt eine DVD! So ist es ein nettes Zusatzbuch für die Fans von Tiny, David Levithan oder seiner Kooperation mit John Green.

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2 Gedanken zu “|Rezension| David Levithan „Hold Me Closer“

  1. fruehlingsmaerchen schreibt:

    Danke für die tolle Rezension! Ich habe Tiny auch eher als sehr egozentrischen Charakter in Erinnerung, fand ihn aber dennoch interessant, sodass ich, sollte sich die Gelegenheit dazu ergeben, bestimmt einmal in seinem Musical blättern werde. :D

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