|Rezension| Sara Raasch „Schnee wie Asche“

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cbt * 14.4.2015 * OT Snow like Ashes (Band 1) * ISBN: 978-3-570-30969-8

 TB 14,99 € * eBook 11,99 € * Leseprobe * Autor

Klappentext

Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte …

Meinung

Alles in allem, mit den ganzen aufgebauten Erwartungen und dem Hype auf tumblr, war Schnee wie Asche ein Okay-Buch. Ich mochte den Aufbau der Welten, die Unterschiede zwischen den Jahreszeitenkönigreichen, in denen das Wetter sich nie großartig ändert und deren Bewohner alle so besonders aussehen, dass man sie sofort zuordnen kann. Die Städte, die beschrieben wurden, hatte ich unheimlich deutlich vor Augen. Vor allem die Beschreibung von Cordell hat es mir so angetan, dass ich dort am liebsten gewohnt hätte. Dennoch war ich mit dem gesamten Weltenaufbau nicht ganz zufrieden – mir haben einige Details gefehlt, vor allem was die Vorgeschichte der Magie angeht, mit denen die Herrscher ihren Reichen helfen oder schaden – wieso können das nur bestimmte Geschlechter? Was gab es denn vor den aktuellen Herrschern? Und was macht eigentlich Sommer, außer zu existieren, während Frühling, Herbst und Winter Krieg führen?

Meine Hoffnung hatte ich in Meira gesetzt – einmal im Leben möchte ich eine Protagonistin erleben, die nicht nur taff und unabhängig dargestellt wird, sondern es auch IST. Und Meira hätte das Potential dazu gehabt, sich durchzubeißen, ihren Willen durchzusetzen und eine starke Kämpferin zu sein. Und am Anfang scheint sie auch genau das zu sein. Leider wird Meira aber in Gegenwart von gutaussehenden Männern – die in diesem Fall Mather und Theron heißen – ein hormonüberschwemmtes Mädchen, das nicht mehr geradeaus denken kann. Da schlottern die Kämpferknie plötzlich und sie stolpert über jede Teppichfalte im Umkreis von 100 Metern. Von der Instantlove will ich gar nicht reden – Theron ist super, sicher, aber eigentlich findet Meira ihn nur toll, weil er Muskeln und ein hübsches Gesicht hat und der Rest kommt dann später mal hintendran. Auch bin ich mir nicht sicher, ob man hier ein Lovetriangle einbauen wollte oder nicht – immerhin ist Meira sich ziemlich sicher, wen sie will und wen nicht. Das kapieren aber die Jungs scheinbar nicht, die sich wie zwei Gorillas in ihrer Gegenwart aufbauen und sich auf die Brust klopfen, um zu zeigen, wer der größere Macker ist.

Immerhin war das Tempo, das die Geschichte vorlegt, so schnell und oft so überraschend, dass man es in einem Rutsch hätte durchlesen können. Zwar bekommen die Protagonisten immer wieder Verschnaufpausen von ihren Erlebnissen, aber sobald sie sich in Sicherheit wiegen, passiert etwas, was ihre ganze Situation wieder auf den Kopf stellt. Nicht überraschend war jedoch die hochgelobte Wendung des Buches. Nachdem ich es fertig gelesen hatte, erzählte ich den Beginn meinem Mann und der hatte innerhalb einer Minute raus, wie das Buch enden würde. Für mich war dieser Teil der Geschichte viel vorhersehbarer als so manche andere Wendung (zum Beispiel die Ankunft in Cordell und die folgenden Kapitel).

Fazit

Eine nette Geschichte in einem faszinierenden Setting mit einer Protagonistin, die leider die Erwartungen an sie nicht erfüllen konnte.

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4 Gedanken zu “|Rezension| Sara Raasch „Schnee wie Asche“

  1. fruehlingsmaerchen schreibt:

    Gerade nach all dem positiven Feedback auf instagram, goodreads und co hatte ich ernsthaft mit dem Buch geliebäugelt, aber irgendwie klingt das wieder einmal wie eine Geschichte, die es in der Art schon tausendmal gab. Schaaade.

  2. umblaettern schreibt:

    Die Geschichte an sich hab ich so noch gar nicht gelesen, wenn ich ehrlich bin, wenn man das Trara um diese Dreiecksgeschichte weglässt. Aber ich lese auch wenig Fantasy. Die ganzen Handlungsverläufe, vor allem gegen Ende, fand ich superspannend. Ich hatte nur ein echtes Problem mit Meira, weil da einfach ein unabhängige Protagonistin beworben wird, die sie eben nicht ist. Wenn du die Gelegenheit hast, würde ich dem Buch schon eine Chance geben.

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