Jugendbuch · Rezensionen

|Rezension| Nicola Yoon „Du neben mir“

du neben mir

Dressler * 17.9.2015 * ISBN: 978-3-7915-2540-2

 HC 16,99 € * eBook 13,99 € * Autorin

Klappentext

Wenn ihr Leben ein Buch wäre, sagt Madeline, würde sich beim Rückwärtslesen nichts ändern: Heute ist genau wie gestern und morgen wird sein wie heute. Denn Madeline hat einen seltenen Immundefekt und ihr Leben lang nicht das Haus verlassen. Doch dann zieht nebenan der gut aussehende Olly ein – und Madeline weiß, sie will alles, das ganze große, echte, lebendige Leben! Und sie ist bereit, dafür alles zu riskieren.

Meinung

Die verbotene Frucht schmeckt doch immer am besten – doch wie ist es, wenn die Frucht dich umbringen könnte? Madeline kennt das Problem nur zu gut – sie leider an einer seltenen Krankheit ihres Immunsystems und verbrachte den Großteil ihrer 18 Lebensjahre eingesperrt in einem Haus, mit ihrer Mutter und ihrer Pflegerin Clara als einzigen persönlichen Kontakt. Sich vorzustellen, wie eintönig das Leben für sie darstellt, ist als Leser nicht schwer. Umso verständlicher ist es auch, dass sie die Außenwelt von sich fernhält, denn Sehnsucht ist ein Gefühl, dass sich nur schwer ersticken lässt. Als Madelines Sehnsucht aber mit Ollys Einzug ins Nachbarhaus aufflammt, war sie auch für mich als Leserin fast körperlich fühlbar. Madeline ist einfach so wortgewandt, lustig und auch tapfer, dass man ihr immer beistehen möchte, ganz egal, was sie so Dummes anstellt. Man wird von ihr plötzlich mit der Nase darauf gestoßen, welche Möglichkeiten wir besitzen, die wir nie nutzen, die für uns so selbstverständlich sind, dass wir nichts davon zu schätzen wissen – reisen können, essen können, was man möchte, sich einfach den Wind um die Nase wehen lassen.

Auch Olly war mir sehr sympathisch, weil er trotz seiner schweren familiären Situation nicht verbittert oder sich unterkriegen lässt, sondern für seine Mutter und Schwester einsteht und allen Schwierigkeiten die Stirn bietet. Beide zusammen waren ein wunderbares Paar.

Nicht so sehr überraschend, aber immer noch schockierend war die Wendung in der Geschichte. Spoiler: Ich dachte mir schon, dass mit Maddys Krankheit irgendetwas nicht stimmt, habe mich aber bei ihrer Reise fast überzeugen lassen, dass es nur Wunschdenken war. Einerseits tat mir die Mutter auch unheimlich leid und man konnte verstehen, dass der Verlust ihres Mannes und ihres Sohnes so eine tiefe Wunde gerissen hat. Andererseits ging sie mir schon viel früher echt gegen den Strich mit ihrem besitzergreifenden Verhalten.

Ein besonderes Highlight des Buches waren für mich neben Maddys besonderen Humor auch die Grafiken, die sich durch das Buch ziehen, sowie Maddys Spoiler aus den Büchern, die sie gerade las.

 

Fazit

Spoiler: Dieses Buch muss man einfach lieben!

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