|Rezension| Sandra Öhl „Kitty Kathstone“

kittyMr Bumblebee’s House * 15.10.2015 * ISBN: 9783950400304

 HC 17,99 € * eBook 9,99 €

Klappentext

Sie ist schlagfertig und zieht Schwierigkeiten an, wie das Licht die Motten. Da ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet an Kittys fünfzehnten Geburtstag alles schief läuft. Und als wären es nicht genug Katastrophen für einen Tag (nebst dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters), eröffnen ihr ihre zurückhaltende Mutter und die resolute Großmutter das lange totgeschwiegene Familiengeheimnis. (Nichts Neues, denkt Ihr? Naja, seid Euch da mal nicht so sicher.) Kitty findet sich schneller, als ihr lieb ist in einer Welt voller Mythen wieder, bevölkert von Gorgonen, Formwandlern, japanischen Einhörnern, Walküren und anderen unglaublichen Wesen, in der es aber vor allem um eines geht: Gemeinsam mit 14 Guardians und jahrtausendealten Steinen, das Gleichgewicht des Universums zu bewahren

Meinung

Ich wollte dieses Buch ja so unbedingt lieben – ich meine, seht es euch nur mal an! Es ist so schön! Es fasst sich sogar toll an! Aber irgendwie wollte es zwischen uns nicht wirklich funken.

Kitty Kathstone basiert auf dem simplen Prinzip, das schon andere Erfolgsromane hervorgebracht hat: Kitty erfährt an ihrem 15. Geburtstag, dass sie kein normales Mädchen ist, sondern aus einer Linie von Gestaltwandlern kommt. Nach dieser Erkenntnis wird sie an eine Schule verfrachtet, auf der sie ihre Fähigkeiten beherrschen lernen soll. Darüber hinaus stellt sich heraus, dass sie nicht nur die simplen, von ihr erwarteten Fähigkeiten hat, sondern sogar noch etwas ganz Besonderes ist. Kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, ging es nicht Harry, Percy und Co nicht anders.

Dabei ist die Schule, auf die Kitty geht, eigentlich ganz interessant – zugepropft mit mythischen Wesen aller Art, mal einer netten Abwechslung an Kursen und Lehrkräften und einem der Beschreibung nach sehr hübschen Schulgebäude war es doch nett, sich im Kopf dort aufzuhalten. Auch die Reise, die auf Kitty und Nora zukam, war ganz spannend zu beobachten, weil so viele neue Ideen gepaart mit alten Mythen eingebaut wurden.

Leider hatte ich ein wenig das Gefühl, dass sich die Geschichte unnötig zieht – zumindest hatte ich nie den inneren Drang, jetzt unbedingt weiterlesen zu müssen –, während mir manches zu schnell ging. Vor allem die Instant Love zwischen Kitty und ihrem Elfenprinzen Glade. Ganz pubertär fallen hier schon die 5 berühmten Buchstaben nach gerademal zwei Küssen. Aber Kitty ist eben auch wandelnde Pubertät – bockig, oberflächlich, gedankenlos, impulsiv, alles in allem also eher weniger sympathisch. Kittys Alter schlägt sich dann auch in den Formulierungen nieder, obwohl ja die Geschichte eigentlich aus der Feder eines wesentlich älteren Hundes (Ja, ihr habt richtig gelesen) stammt. Nora war auch ein mehr als skurriler Charakter – in Egoismus steht sie Kitty in nichts nach, ist dabei aber auch noch Neunmalklug und ein Jammerlappen. Die Freundschaft zwischen ihnen kann man auch nur Zweckgemeinschaft nennen.

Was ich persönlich sehr schade fand – und ich kann da einfach nicht aus meiner Germanistenhaut – war, dass sich Rechtschreibfehler, vor allem aber Kommafehler so gehäuft haben. Tatsächlich wurden Kommas hier so inflationär und sinnlos eingesetzt, dass ich innerlich bei jedem zusammengezuckt bin. Bei einem Buch, das optisch so professionell wirkt, fällt das für mich doppelt auf.

Fazit

In Kitty Kathstone wird eine erfolgreiche Grundgeschichte in eine interessante Umgebung gebettet, aber leider mit einer unleidlichen Protagonistin versalzen.

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