Jugendbuch · Rezensionen

|Rezension| S.A. Bodeen „Nichts als Überleben“

überleben

Beltz * 17.8.2015 * OT The Raft * ISBN 978-3-407-74581-1

TB 12,95 € * eBook 11,99 € * Leseprobe * Autorin

Klappentext

Robie stürzt mit einem Flugzeug über dem Pazifik ab. Max, der Co-Pilot, rettet sie in ein aufblasbares Rettungsfloß – dann stirbt er. Robie muss ihn über Bord werfen und treibt tagelang auf dem Meer. Allein. Gnadenlos den Naturgewalten ausgeliefert. Bis Max plötzlich wieder da ist. In ihrer Einsamkeit klammert sich Robie an ihn. Sie hat Angst. Hunger. Durst. Panik. Hoffnung? Nur ein Gedanke lässt sie nicht aufgeben: Sie will nichts als überleben …MeinungNichts als Überleben habe ich in einem Rutsch durchgelesen, weil es so spannend war. Flugzeugabstürze und deren Folgen sind ja nicht erst seit Lost ein Thema, das einen nicht los lässt, wenn man erst einmal mit der Geschichte begonnen hat.

Dabei war Robie an sich kein so besonders hervorstechender Charakter, sondern eine typische Fünfzehnjährige, die ein wenig gegen ihre Eltern rebellieren, einmal so richtig erwachsen sein wollte und am Ende gemerkt hat, dass alles, was sie vorher so blöd fand, das Paradies auf Erden sein könnte, wenn man es zu schätzen weiß. Max hingegen ist einem zu Beginn eher wenig sympathisch, entwickelt sich dann aber zu Robies Lebensretter – in so vieler Hinsicht und auf eine Weise, die eigentlich leicht durchschaubar, aber immer noch rührend war.

Das Buch legt ein ziemliches Tempo vor, die Kapitel sind kurz, manchmal sogar sehr kurz, je nachdem, in wie viel Stress sich Robie befindet. Es gibt Phasen, da ist die Geschichte ruhig und kraftlos wie ihre Protagonistin, und manchmal überschlägt sich plötzlich alles, wenn man es nicht erwartet. Man leidet direkt mit Robie mit, die durstig und hungrig ist, und drückt ihr die Daumen, dass sie den einen Tag noch übersteht – und dann bitte noch den nächsten. Natürlich schafft sie das nur mit viel Glück, aber immerhin kann sie viel von dem, was sie auf Midway gelernt hat, zum Überleben anwenden.

Nebenbei kann man auch noch eine ganze Menge lernen – dass Tigerhaie zum Beispiel die wirklichen Monster unter den Haien sind, dass die Meere immer noch voller Müll sind, mit dem sich manchmal sogar Geld machen lässt, und wie das Leben eines Albatros aussieht. Vor allem der Aspekt der Umweltverschmutzung kommt immer wieder zum Tragen und dessen Folgen haben mich tatsächlich manchmal beinahe zum Weinen gebracht, weil so deutlich wird, wie unsere Gedankenlosigkeit zum Tod anderer Lebewesen führen kann.

Fazit

Spannend und aufrüttelnd bis zum Ende.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s