Kinderbuch · Rezensionen

|Rezension| Janna de Lathouder „Das ist kein Krimskrams!“

krimskrams

Lingen * 15.8.2015 * ISBN 9783945136430

HC 12,99 €

Klappentext

Eule wohnt in einem alten Baum. Doch kommt sie bald nicht in ihr Haus – so viele Sachen hat sie gesammelt. Niemanden kann sie einladen und so kennt sie keiner. Andere betrachten sie als seltsam und ihre Sammlerstücke bezeichnen sie verächtlich als Krimskrams. Dabei hängt an jedem Stück eine wertvolle Erinnerung für sie. Gut, dass Eichhörnchen eine Idee hat, wie Eule wieder Platz bekommt, ihre Erlebnisse mit anderen teilen kann – und am Ende etwas ganz Neues sammeln kann.

Meinung

Jeder hat dieses hässliche Ding, von dem niemand versteht, wieso man es sich ins Regal stellt, und das wir trotzdem nie hergeben würden, weil schöne Erinnerungen daran hängen. So geht es Eule im Buch „Das ist kein Krimskrams!“. Ihr Haus ist so voll mit Dingen, dass sie selbst gerade darin Platz hat. Das macht Eule aber auch sehr einsam und die Tiere im Wald flüstern über sie.

Als sich dann Eichhörnchen traut, zu ihr auf den Baum zu kommen, erfährt er, was Eule mit alle den vielen Dingen wirklich will und hat eine Idee, mit der alle glücklich sind. Auf der einen Seite ist die Geschichte von Eule und ihren Erinnerungsstücken ein wenig traurig – niemand nimmt sie ernst, alle lästern hinter ihrem Rücken und sie ist einsam mit ihren ganzen Erinnerungen, die das einzige sind, was sie noch glücklich macht. Deswegen hat Eule auch meistens einen ganz traurigen Gesichtsausdruck. Eichhörnchen bringt Leben in Eules Bude. Er ist so lebendig und zappelig gezeichnet und steckt Eule damit an.

Am wichtigsten aber ist – Eichhörnchen zeigt Eule, dass man nicht alles aufheben muss, damit man sich an die schönen Dinge erinnert. Und damit hilft er, dass Eule den ganzen Kram, den sie angesammelt hat, loslassen kann, damit sie mit Freunden neue Erinnerungen sammeln kann.

Die Zeichnungen zu der mutmachenden Geschichte sind wirklich wunderschön – die Farben sind kräftig, vom quietschorangen Eichhörnchen über die dunkelblaue Nacht und Eules bunte Sammlung. Allein, die vielen Gegenstände zu zeichnen, bedeutet schon viel Detailverliebtheit. Auch kann man den Tieren sehr gut vom Gesicht ablesen, wie sie sich fühlen, ohne dass sie zu vermenschlicht wirken.

Fazit

„Das ist kein Krimskrams“ ist eine schöne Geschichte übers Loslassen und darüber, dass man für vieles einen Grund hat, den man nicht auf den ersten Blick erkennt.

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Ein Kommentar zu „|Rezension| Janna de Lathouder „Das ist kein Krimskrams!“

  1. Ich glaub, ich brauche dieses Buch. Vielleicht lerne ich dann auch endlich mal mich leichter von Sachen zu trennen xD Richtig schlimm sind Geschenke, weil ich immer denke, das tut dem Schenker weh, wenn ich die Sache nicht (mehr) mag und weggebe.

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