Rezensionen · Thriller

|Rezension| Beatrix Gurian „Nixenrache“

nixenrache

Arena * 01.06.2015 * ISBN 978-3-401-06865-7

TB 9,99 € * eBook 9,99 € *  Autor

Klappentext

Abifahrt auf einem Segelboot vor der kroatischen Küste inklusive Tauchkurs — Holly ist begeistert! Wie ein Schatten liegt jedoch der Tod ihres Klassenkameraden Nick über der Reise, der vor einigen Monaten bei einem Unfall ums Leben kam. Vor allem Hollys beste Freundin Nina leidet sehr darunter, da sie Nick geliebt hat. Als die Freunde bei einem Tauchgang ein versunkenes Schiff erkunden, fällt plötzlich die Luke hinter Holly zu. Und von da an häufen sich die gefährlichen Ereignisse. Versucht jemand Holly umzubringen?
Meinung

Es ist ja mal eine Abwechslung, einen Thriller zu lesen, bei dem nicht Unmengen an Personen sterben und der trotzdem irgendwie spannend und rätselhaft ist. Die Rätselhaftigkeit hatte ich mir durch den Workshop mit Beatrix Gurian selbst ein wenig versaut, weil ich den Clue der Geschichte durch ihre Erzählungen schon kannte. Das war aber am Ende gar nicht so schlimm.

Die Protagonistin Holly war mir jetzt nicht unbedingt sympathisch, aber auch nicht unsympathisch. Tatsächlich fand ich sie im Gegensatz zu den anderen Charakteren fast schon blass und auch ein wenig nervig mit ihren emotionalen Ich liebe dich – Ich hasse dich – Schwankungen gegenüber Sam und ihrer grundsätzlichen Bockigkeit. Dafür fand ich sie schon zu alt. Andererseits tat sie mir auch echt leid, weil ihr wirklich niemand glaubt und ich fand es traurig, dass sie sich gar niemandem anvertrauen konnte, selbst wenn sie es gewollt hätte.

Das Buch ist durchzogen von Tagebucheinträgen, die anfangs gar keiner festen Person zugeordnet sind, und die Kapitel beginnen jeweils mit kurzen WhatsApp-Gesprächen. Tatsächlich schafft es die Autorin hier, den Leser auf eine ganz falsche Fährte zu bringen, was ich vor allem sehr faszinierend fand, da ich ja wusste, worauf das Buch hinauslaufen würde. Ich kann mir vorstellen, dass man ganz unwissend eigentlich jede Person verdächtigen kann, die auf diesem Schiff herumhüpft. Dadurch hat man auch auf jede Person einen misstrauischen Blick, genau wie Holly auch, und kann damit auch gut verstehen, dass sie sich isoliert und verfolgt fühlt, weil sie offensichtlich von ihrem Umfeld angelogen oder ausgeschlossen wird.

Mein absoluter Albtraum ist es ja, zu ertrinken, und so konnte ich die Beklemmung gut nachvollziehen, die Holly zu Beginn ihrer Tauchgänge und auch später bei den abenteuerlichen Tauchaktionen packt. Tatsächlich habe ich einen Tauchschnupperkurs gemacht und festgestellt, dass es für mich gar nichts ist, hatte so aber zumindest Ahnung davon, wovon genau die Rede war. Dass sie meistens in Dunkelheit und einer nicht mehr ungefährlichen Tiefe tauchen, macht die Szenerie unter Wasser noch gruseliger.

Fazit

Ein Thriller, der trotz wenig Morden immer noch spannend ist und es schafft, den Leser ganz schön an der Nase herumzuführen.

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