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|Rezension| Tanya Stewner „Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers“

alea

Oetinger * 17.07.2015 * Alea Aquarius #1 * ISBN 978-3-7891-4747-0

HC 12,99 € * eBook 9,99 € * Leseprobe * Autor

Klappentext

Meeresmagie, Abenteuer und eine wunderbare Freundschaft! Alea fühlt den Sog des Meeres, seit sie denken kann, und doch fürchtet sie es. Denn wenn sie mit Wasser in Berührung käme, könnte es tödlich für sie enden. Das hat Aleas Mutter ihrer Pflegemutter gesagt, bevor sie verschwand. Eines Tages schließt Alea sich den Kindern von der Alpha Cru an, die auf einem Segelboot über die Meere schippern. Bei einem Sturm wird sie über Bord geschleudert. Und danach ist alles anders als vorher.Meinung

Alea Aquarius ist eines der Bücher, die man mit einem Dauerlächeln lesen kann. Das liegt vor allem an den wunderbaren Charakteren, die die Autorin geschaffen hat. Dabei bleibt Alea selbst für mich noch der unscheinbarste, obwohl sie ja die Hauptfigur der Geschichte ist. Sie ist ein sympathisches junges Mädchen, mit dem man mitfühlen kann, aber wie sie selbst sagt, ist sie eben keine geborene Abenteurerin – das kommt aber sicher noch in den Folgebänden, denn sie macht einen großen Schritt in die richtige Richtung. Das ist auch völlig okay sein, denn Schüchternheit streift man nicht von heute auf morgen einfach ab und das zu zeigen ist eventuell auch Motivation für zurückhaltende Kinder, die so kein Wunder über Nacht von sich erwarten. Ben ist der verantwortungsbewusste, aber doch freigeistige große Bruder zu Sammy, der einfach nur absolut zum Knuddeln ist. Tess kann dagegen ganz schön bärbeißig sein, aber ist auf ihre Art auch sympathisch. Ein bisschen auf den Senkel gegangen ist mir ja der Nachzügler, ganz so kontrolllos hätte man ihn nicht schreiben müssen, weil er Alea so mehr Arbeit macht als zu helfen.

Ich hätte nach dem Klappentext ja einen ganz anderen Handlungsverlauf erwartet, aber das war okay für mich, denn was ich bekommen habe, war nicht minder toll. Wenn man mal davon absieht, dass die Grundsituation ja nicht gerade realistisch ist (Haha, Realismus in einem Fantasybuch zu verlangen, ist auch ein wenig abwegig), einen 18jährigen mit lauter Minderjährigen durch die Gegend schippern zu lassen, haben mich ihre Erlebnisse sehr erheitert oder in Atem gehalten. Besonders niedlich fand ich auch die Figuren, die sich im Meer tummeln.

Ganz nebenbei spricht die Autorin ein Problem an, das unsere Meere belastet – Müll, vor allem Plastikmüll, der im Wasser herumtreibt, die Tiere verletzt oder sogar tötet. Zuerst noch in einem Nebensatz erwähnt, zum Schluss aber mit einem kleinen Stoß ins Herz thematisiert sie die Müllbelastung, ohne den erhobenen Zeigefinger auszupacken. Vielleicht wäre ein wenig erhobener Zeigefinger sogar angebracht gewesen, vor allem in der letzten Szene. Vielleicht kommt das aber noch genauer in den weiteren Bänden und bis dahin macht sich der eine oder andere junge Leser bestimmt auch so Gedanken darüber.FazitEin fantasievolles Buch mit einem ernsten Unterton und sympathischen Charakteren.

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Ein Kommentar zu „|Rezension| Tanya Stewner „Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers“

  1. Hört sich vom Klappentext her ein bisschen wie „Emily Windsnap“, oder besser gesagt: als würde man „Alea Aquarius“ mögen, wenn man gerne die „Emily Windsnap“ Reihe gelesen hat. Und als Kind war das definitiv eine meiner Lieblingsreihen! Geschichten auf See und Wassermagie finde ich richtig toll, da setzte ich das Buch gleich auf die Wunschliste :D

    Liebe Grüße,
    Bramble

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