|Blogtour| Anima – Yin und Yang

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Entgegen Weißer Magie will die Schwarze Magie schaden, las ich. Hier ist klar in Gut und Böse zu unterteilen. Die drei Worte Gut und Böse waren als Link hinterlegt. Ich folgte ihm, stieß bald auf Yin und Yang und kurz danach auf ein uraltes Zeichen, das das Gute und Schlechte der Welt symbolisierte. Nachdenklich betrachtete ich es eine Weile. Es sah schön aus und traurig zugleich, wie zwei Tränen, die sich um ein Loch in der Mitte aneinanderschmiegten. Eine schwarz, eine weiß. (Seite 87)

Der Ursprung von Yin und Yang

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht eine ungefähre Vorstellung davon hat, was Yin und Yang bedeutet und wie das dazugehörige Zeichen dazu aussieht. Das Shuowen Jiezi, das erste Zeichenlexikon der chinesischen Schrift, erklärt yīn mit „dunkel“ oder „schattiger Ort“ und yáng mit „sonnige Anhöhe“. Definitionen aus späteren Schriften erklären die Zeichen als Licht und Schatten oder als weiblich und männlich. Die ältesten Nachweise der Zeichen stammen von Orakelknochen aus dem 16. bis 11. Jahrhundert vor Christus.

Der Mythos

fu-xi-nu-waFu Hsi, der erste der drei erhabenen Kaiser, war halb Mensch, halb Tier und hatte den Leib einer Schlange. Seine Frau Nü-kua verehrte man als die Schöpferin der Menschheit, die aus gelber Erde die Stammeltern der Vornehmen formte. Danach nahm sie ein Seil, tauchte es Schlamm und wirbelte es über ihren Kopf. Die Tropfen, die davon abfielen, wurden zum armen Volk. Die beiden vereinten sie sich als Paar – dargestellt mit zwei verschlungenen Drachenschwänzen, die für die Zusammengehörigkeit der Gegensätze stehen.

Bedeutung

Yin und Yang gehören untrennbar zusammen. Sie sind zwei polarisierende Kräfte, die sich in einem ewigen Kreislauf abwechseln. So dienen sie zum einen als Mahnung, immer ein Mittelmaß zu halten und sich nicht in Extreme zu stürzen, aber auch als Erklärung für Naturereignisse wie die Jahreszeiten und das Verhalten der Menschen in ihnen. Auf unser Leben übertragen bedeutet das zum Beispiel, dass man in unerfreulichen Dingen auch einen positiven Aspekt sucht – der Regen mag uns unsere Grillparty zerstören, dafür lässt er unsere Blumen im Garten sprießen –, sich aber auch nicht von seiner Euphorie in Erfolgssituationen mitreißen lässt und sich von der positiven Stimmung für schlechte Tage aufhebt.

Das Symbol

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Das Yin-Yang-Zeichen, chinesisch Taijitu, besteht in seiner uns bekannten Form erst seit der Ming-Dynastie. Vorher bestand es meist aus konzentrischen Kreisen. Die beiden verschiedenfarbigen Punkte in den s-förmigen Hälften symbolisieren, dass in jedem Yin auch das Yang verborgen liegt und umgekehrt. Das Zeichen, das in Anima erwähnt wird und das als Vorbild für das wunderschöne Cover dient, ist dagegen das Hotu-Symbol, das für das Yin und Yang der Welt steht.

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Merkmale

Yin steht für die weibliche Seite, Passivität, für das Empfangen, Dunkelheit und Kühle, aber auch Weichheit. Yang steht für die männliche Seite, Aktivität und Wärme, Helligkeit und Antrieb, aber auch Härte.

„Es muss das extrem Böse geben“, erklärte er schließlich, „damit es auch das extrem Gute geben kann. Sonst haben wir nur eine eintönige graue Mitte und niemand hat einen Grund, sich zu entwickeln.“ (Seite 212)

Yin und Yang in Anima

Juspinn und Abby sind zwei sehr gegensätzliche Figuren. Tatsächlich vereinen beide Eigenschaften in sich, die man Yin und Yang zuordnen kann. So ist Abby ruhig und passiv, lässt andere gern auf sich zukommen und behält ihre Gefühle am liebsten für sich. Juspinn dagegen ist lebendig, aufbrausend und aktiv und spielt wortwörtlich gerne mit dem Feuer. Beide gleichen ihre Kräfte aus, so wie auch das Yin schwächer wird, wenn das Yang ansteigt und umgekehrt.

„Yang allein kann nicht hervorbringen, Yin allein kann nicht wachsen.“

Und um dieses Buch geht es:

Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show – er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann.

Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.

978-3-401-60252-3

Hier geht es zur Leseprobe.

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7 Gedanken zu “|Blogtour| Anima – Yin und Yang

  1. Kerstin schreibt:

    Guten Morgen,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag bei dieser Blogtour. Ich musste bei dem Cover natürlich auch direkt an Yin und Yang denken ebenso wie an Gut und Böse. Ich liebe es mehr über die Hintergründe der Bücher zu erfahren!

    Sonnige Grüße
    Kerstin

  2. Jeannine M. schreibt:

    Hallo,
    vielen Dank für deinen informativen Beitrag. Es war sehr interessant. ;)
    Man lernt doch immer etwas dazu. ;)
    Liebe Grüße Jeannine M.

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