|Rezension| Cassandra Clare „Lady Midnight“

lady midnight

Simon & Schuster * 08.03.2016 * The Dark Artifices #1 * ISBN 978-1-4711-1661-2

TB 15,09 € * eBook 9,99 € * Autorin

Klappentext It’s been five years since the events of City of Heavenly Fire that brought the Shadowhunters to the brink of oblivion. Emma Carstairs is no longer a child in mourning, but a young woman bent on discovering what killed her parents and avenging her losses. Together with her parabatai Julian Blackthorn, Emma must learn to trust her head and her heart as she investigates a demonic plot that stretches across Los Angeles, from the Sunset Strip to the enchanted sea that pounds the beaches of Santa Monica. If only her heart didn’t lead her in treacherous directions…Making things even more complicated, Julian’s brother Mark-who was captured by the faeries five years ago-has been returned as a bargaining chip. The faeries are desperate to find out who is murdering their kind-and they need the Shadowhunters‘ help to do it. But time works differently in faerie, so Mark has barely aged and doesn’t recognize his family. Can he ever truly return to them? Will the faeries really allow it?

Meinung

Lady Midnight zu lesen war wie nach Hause zu kommen – im Gegensatz zu The Infernal Devices macht man einfach einen Zeitsprung von 5 Jahren mit Charakteren, die man schon aus dem letzten Mortal Instruments-Band kennt: Emma und die Blackthorn-Kinder, die mit ihren Onkel Arthur und ihrer Mentorin Diana im Institut von Los Angeles leben.

Cassandra Clares Shadowhunter-Reihen leben auch dadurch, dass sie verbotene Lieben thematisieren – Schattenjäger und Unterweltler, angebliche Geschwister, man fiebert mit den Paaren mit und möchte, dass alles gut geht. Diese Bücher zu lesen ist immer ein wenig, wie dauerhaften Liebeskummer zu haben und das auch noch zu genießen. Auch hier wird die Thematik wieder aufgegriffen, denn wie schon in City of Heavenly Fire sehr deutlich wurde, existiert mehr als Freundschaft zwischen Emma und Julian – doch eine Liebe zwischen Parabatai ist per Gesetz verboten. Auch Mark, halb Shadowhunter und halb Fee, bricht mehr als nur ein Herz in dieser Geschichte.

Die Figuren waren gewohnt gut ausgearbeitet, ich hatte jeden direkt vor Augen und mich auch gerne in meine Träume verfolgen lassen, vor allem von Mark. Denn während Emma, Julian und Co zwar tolle Figuren mit Tiefe waren, hat Mark eben dieses besondere Etwas an Feenblut in sich, das ihn gleichzeitig unheimlich faszinierend, tragisch und urkomisch macht, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er mittlerweile so viel mehr Fee ist als vorher, nachdem er Jahre mit der Wilden Jagd verbracht hat. Seine Sehnsucht nach dieser Freiheit ist oft so deutlich spürbar und mitreißend. Auch von Ty erhoffe ich mir in Zukunft noch so einige Überraschungen, da er sich nun das ganze Buch über endlich einen Platz als anerkannter Shadowhunter und nicht mehr nur kleiner, autistischer Bruder von Julian erkämpft hat. Abgesehen davon trifft man auf liebgewonnene alte Charaktere wie Clary und Jace, Tessa und Jem sowie Magnus, obwohl mir ihre Erwähnungen zu Beginn des Buches irgendwie wahllos erschienen, als ob sie eingebaut worden wären, um zu zeigen, dass die Reihen einen Zusammenhang besitzen. Schön fand ich jedoch, dass man erfährt, was aus den New Yorker Shadowhuntern wurde. Etwas Probleme hatte ich mit Malcolm, den ich zwar einerseits echt gerne mochte, aber der mir zu Anfang eher als eine andere Version von Magnus erschien.  Vielleicht ist das aber auch meiner absoluten Magnusbesessenheit zuzuschreiben.

Nach einem langsamen Anfang verfolgte mich die Geschichte so dermaßen, dass ich in jeder freien Sekunde gelesen habe. Es war spannend zu beobachten, wie alle Blackthorngeschwister zur Lösung beigetragen haben, sogar die allerkleinsten von ihnen. Es gab herzzerreißende Momente, unheimlich lustige Dialoge und actionreiche Kämpfe. Von der Identität des Bösewichts war ich persönlich sehr überrascht, weil ich damit nicht gerechnet hätte, obwohl es Cassandra Clare sogar schafft, dass man mit  ihm Mitleid hat.

Als i-Tüpfelchen enthält das Buch eine Kurzgeschichte, die den Leser zurück ins New Yorker Institut zurückbringt und einem verspricht, dass auch in den Folgebänden der eine oder andere altbekannte und geliebte Charakter auftauchen wird, um seine eigene Geschichte zu erzählen.

Fazit

Dieses Buch hat mir den schlimmsten Bookhangover seit Langem verschafft – liebenswerte Charaktere, die perfekte Mischung aus Humor, Herzschmerz und Action und dazu meine geliebte Shadowhunterwelt. Für mich gibt es bisher noch kein Zuviel an Schattenjägergeschichten.

Advertisements

2 Gedanken zu “|Rezension| Cassandra Clare „Lady Midnight“

  1. Naemi schreibt:

    Eine sehr schöne Rezension! Ich wusste gar nicht, dass es da was neues gibt, aber deine Beschreibung klingt genau so, wie man sich das wünscht. Im Lauf der Reihe hat man den Kosmos doch sehr verinnerlicht, da wieder einzutauchen stelle ich mich schön vor. Danke für den Tipp! Liebe Grüße, Naemi von unzensiert ♡

  2. Cait @ Paper Fury schreibt:

    It definitely gave me a bookhangover too!! I LOVED IT. :‘) And omg Mark was adorable and amazing…probably my most favourite character to be honest. EEEEEP!! I’m so glad you enjoyed this one too! I CANNOT WAIT FOR BOOK 2.
    Thanks for stopping by @ Paper Fury!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s