Belletristik · Rezensionen

|Rezension| Kerstin Böhm „Fernweh zum Glück“

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 26.06.2016  *  ISBN 978-1-5349-1581-7

TB 9,99 €  * eBook 0,99 € * Leseprobe * Autorin

Klappentext

Eine verlorene Liebe im Rücken, den Koffer in der Hand – Welt ich komme! Bislang hat die 26-jährige Lena nur von fernen Ländern geträumt, doch weiter als nach Südtirol ist sie nie gekommen. Als sich ihr Mann von ihr trennt, bucht sie spontan eine Weltreise. Bloß weg! Bei ihrem ersten Stopp in Thailand begegnet sie Roman, der sie prompt an ihren Ex erinnert. Und dann nimmt er auch noch dieselbe Route … Was sie jedoch nicht weiß: Auch der so lässig wirkende Roman versucht, sein altes Leben hinter sich zu lassen.

Meinung

Nach dem Abitur wollte ich unbedingt zum Work&Travel nach Neuseeland. Daraus ist aber nichts geworden und seitdem sehe ich immer ganz neidisch, wie andere durch die Welt reisen. Das Gefühl, die Koffer packen zu wollen, um „mal raus zu kommen“, kenne sicher alle. Die Protagonistin Lena aus Fernweh zum Glück träumt nicht nur davon, sie tut es einfach.

Gemeinsam mit Lena und ihren Reisebegleitern reist man also durch Thailand, Kambodscha, Vietnam, Singapur, Australien, Neuseeland, Peru und Bolivien. Und wenn ich sage, man reist, dann meine ich das auch genauso. Hier werden die Länder nicht nur aufgezählt, sondern mit viel Liebe zum Detail beschrieben, wie es dort riecht, aussieht, sich das Klima anfühlt und welche tollen Plätze man besuchen kann. Auch lernt man eine Menge über Bräuche. Das liegt sicher daran, dass die Autorin all die Orte, an denen ihr Roman spielt, auch selbst besucht hat und ihre Liebe zu den Ländern zu Papier bringen konnte.

Man kann richtig beobachten, wie aus den völlig Fremden, die zufällig als Reisegruppe zusammengewürfelt wurden, Freunde werden – manche Freundschaften brauchen länger, manche entwickeln sich schnell. Lena und Ben gemeinsam fand ich zum Beispiel ein ganz tolles Duo. Die Autorin schafft es aber sogar, dass einem die anfangs unsympathischsten Figuren noch irgendwie ans Herz wachsen, auch wenn die dafür erstmal mächtig auf die Nase fallen mussten. Sicher kommt man nicht darum, Klischees auszuschlachten: der gescheiterte Geschäftsmann, das verwöhnte Schickimickimädchen, das leicht seltsam anmutende länger verheiratete Paar. Da es aber auch darum geht, wie man sich auf so einer Reise entwickeln kann, war das auch okay, denn sie alle lernen sich neu kennen und sind zum Schluss ganz andere Menschen. Vor allem dass Lena entdeckt hat, dass sie auch gut ohne Mann klar kommt und dass Roman kein gefühlter Lückenbüßer für ihren Exmann ist, fand ich super. Sie schafft es immer wieder, Roman von seinem hohen Ross zu werfen und zu zeigen, dass sie nicht das kleine Mäuschen ist, für das sie sich selbst lange gehalten hat.

Wer also jetzt im Sommer zuhause bleiben muss, der kann hier beruhigt mit Lena, Roman und dem Rest auf Reisen gehen, sich exotische Länder ansehen und dabei mitfiebern, ob sich die beiden nun finden oder nicht.

Fazit

Ein Buch passend zum Sommer, voller fremder Länder, sympathischer Charaktere und Herzklopfen.

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