Dystopie · Jugendbuch · Rezensionen

|Rezension| V.E. Schwab „This Savage Song“

savage song

Titan * 07.06.2016 * The Monsters of Verity #1 * ISBN 978-1-785-65274-5

TB 7,99 €  * eBook 4,00 € * Autorin

KlappentextKate Harker and August Flynn are the heirs to a divided city, a grisly metropolis where the violence has begun to create real and deadly monsters. All Kate wants is to be as ruthless as her father, who lets the monsters roam free and makes the inhabitants pay for his protection. August just wants to be human, as good-hearted as his own father-but his curse is to be what the humans fear. The thin truce that keeps the Harker and Flynn families at peace is crumbling, and an assassination attempt forces Kate and August into a tenuous alliance. But how long will they survive in a city where no one is safe and monsters are real…

Meinung

Monster in einem Buch hatte ich ja schon lange nicht mehr – das hat mich besonders an This Savage Song gereizt. Dass ich mich aber so Hals über Kopf einmal wieder in ein Buch verlieben würde, hatte ich nicht geahnt.

Zum einen liegt das an der Protagonistin Kate – Kate ist nämlich eine ganz coole Socke. Sarkastisch, irgendwie bösartig, nicht zimperlich, was Blut angeht. Kate ist kein kleines Weibchen, das auf hart tut, aber trotzdem dauernd gerettet werden muss – Kate nimmt das lieber selbst in die Hand und rettet dadurch August öfter als umgekehrt aus misslichen Lagen. Aber August steht ihr in Sarkasmus in nichts hinterher, auch wenn er eher der zartfühlendere Teil dieser Freundschaft ist, obwohl er ja ironischerweise eigentlich das Monster ist. Freundschaft deswegen, weil es – endlich mal – nicht darum geht, dass sich zwei aus reiner, hormongesteuerter Liebe miteinander beschäftigen, sondern weil sie erst eine ganz mühelose Verbindung zueinander aufbauen konnten, die darauf basiert, dass alle um sie herum blinde Mäuschen sind und sie zwei Katzen zwischendrin. Alles, was sonst noch anklingt, schwingt eher zwischen den Zeilen mit und nimmt keinen so großen Teil der Handlung ein.

“I read somewhere,“ said Kate, „that people are made of stardust.“
He dragged his eyes from the sky. „Really?“
„Maybe that’s what you’re made of. Just like us.“
And despite everything, August smiled.

Der Schreibstil erinnert an Maggie Stiefvater – unaufgesetzt, aber trotzdem poetisch, Passagen, die man sich hundertmal bunt anstreichen möchte und Bilder, die einem noch lange im Kopf haften bleiben, auch wenn man das Buch schon längst zur Seite gelegt hat. Zugegeben, am Anfang nimmt sich die Geschichte echt Zeit und man blickt eher weniger durch, was denn nun überhaupt abgeht. Ein kurzer Abriss: Die Protagonisten leben in Verity, dessen Hauptstadt in zwei Hälften geteilt ist. Ein bisschen Romeo und Julia-mäßig (wie erwähnt ohne Liebeshormongedöns) sind Kate und Augst die Kinder der beiden Oberbosse der Stadthälften und August soll Kate näher kommen, um die Verbindung zu nutzen, wenn der momentane Waffenstillstand bricht. In dieser Welt gibt es Monster, die aus Gewaltverbrechen hervorkommen, und August ist einer von drei Sunai, die stärkste und gleichzeitig menschlichste Form der Monster.

Sunai, Sunai, eyes like coal,
Sing you a song and steal your soul.

Sunais sind richtig cool und ich bin so verliebt in diese Idee, deswegen muss ich darauf noch einmal genau eingehen: Sunai entstehen aus Massenmorden wie Explosionen oder Amokläufen. Sie ernähren sich von den Seelen derer, die solche Verbrechen begangen haben, indem sie diese Seelen mit Musik an die Oberfläche holen und dann absorbieren. Wenn sie das nicht tun, werden sie irgendwann so hungrig, dass sie sich in böse Schattenmonster verwandeln und wahllos Menschen umbringen. Jeder Tag, den sie ohne Rückfall schaffen, zeichnet sich auf ihrer Haut ab: August hat einfache Striche, sein Bruder Leo Kreuze und Ilsa (und in Ilsa bin ich wirklich wirklich sehr verliebt, weil sie so sanft ist und dabei die gefährlichste von allen dreien!) Sterne.

She cracked a smile. „So what’s your poison“
He sighed dramatically, and let the truth tumble off his tongue. „Life.“
„Ah,“ she said ruefully. „That’ll kill you.”

Fazit

Lest dieses Buch. Nein. Ehrlich. Lest dieses Buch! Es ist so poetisch und spannend und hat Frauen, die richtig rocken, und Monster und Musik! Was will man noch?

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3 Kommentare zu „|Rezension| V.E. Schwab „This Savage Song“

  1. Wow das hört sich ja ganz so an, als ob es ein perfektes Buch für mich ist. Ist das Buch auf für einen Anfänger (was englische Bücher lesen betrifft) geeignet?

    Liebe Grüße
    Bella

    1. Ich kann mir vorstellen, dass es anfangs echt verwirrt, weil man kapieren muss, wie die Welt aussieht, in der man sich befindet und was Begriffe sind, die daraus entstehen. Aber wenn du sonst gut in Englisch bist, kann ich mir das schon vorstellen. Würde mir die Zitate bei Goodreads mal ansehen, die geben einen guten Eindruck vom Sprachniveau. :)

      1. Danke für den Tipp. Habe mir mal die Zitate auf Goodreads angesehen. Denke wenn ich mich eingelesen habe würde das gehen. Habe mir das Buch mal auf meine Wishlist gesetzt ;)

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