Mein #inspirationsfeuer: Nutzen wir unsere Stimme!

Die liebe Eva-Maria von Schreibtrieb fordert zu Pfingsten auf:

Wir fragen: Was ist euer AHA-Moment. Wo findet ihr inspirierende Bücher oder solche, in denen anregend Erlebnisse im Mittelpunkt stehen? Oder wie inspiriert ihr euch selbst? Verratet es uns und lasst uns das #Inspirationsfeuer zu einem Feuerwerk machen.

Ganz frei nach dem Motto „Mir fällt schon was ein“, sagte ich einfach mal zu. Als Pfingsten näherrückte, saß ich dann vor dem leeren Bildschirm und dachte mir eher: „Mir fällt ja wirklich gar nichts ein.“ Vielleicht liegt das daran, dass ich keine Autorin im ursprünglichen Sinn bin. Geschrieben habe ich seit Jahren nicht mehr ernsthaft. Das Einzige, was ich noch verfasse, sind Blogbeiträge, und das in letzter Zeit auch eher spärlich, weil mir das „echte“ Leben gerade fordernd im Nacken sitzt.

Dann habe ich darüber nachgedacht, wann mich die Lust packt, noch einen Beitrag zu schreiben. Da habe ich erkannt, dass es auch das „echte“ Leben ist, das – auch wenn es gerade fordernd ist und meine Zeit frisst – mir auch Grund gibt, mich noch zu äußern. Oder vielmehr der Wunsch, laut zu werden und den Finger auf Wunden zu legen, die ich vielleicht selbst auch sehr lange nicht gesehen habe, oder des lieben Friedens Willen habe ruhen lassen. Denn das echte Leben mit seinen Höhen und Tiefen, den Parolendreschern und den Gegendemonstranten, den Helden und den schrecklichen Nachrichten zeigt gleichzeitig, dass es Zeit wird, umzudenken, und dass es viele Menschen gibt, die dazu beitragen möchten.

Die Akzeptanz anderer Lebensweisen, Aufklärung, seine Stimme erheben gegen Ungerechtigkeit – wir sind als Einzelne sicher kleine Lichter, aber wenn wir das alle tun, können wir doch etwas bewegen. Und es tut sich eine Menge gerade in Blogosphäre, auch oder gefühlt vor allem in der Welt der Literaturblogger. Ich merke, dass es für manche sehr unbequem scheint, was gerade passiert. Ich merke aber auch, dass es für viele – genauso wie für mich – eine Inspiration ist, dazuzulernen und aufmerksam zu machen, sich für andere einzusetzen und damit gezielt unbequem zu sein. Die Forderung nach mehr Diversität, das kritische Auge auf feministische Themen, Blogger helfen Flüchtlingen, Blogger gegen Rechts: Ich bin gleichzeitig beeindruckt und begeistert davon, dass wir erkannt haben, dass wir unsere Stimme nutzen können!

Meine Inspiration sind alle Blogger, Autoren und sowieso jeder, der den Mund aufmacht und den Mut hat, unbequem zu sein. Bitte hört nie damit auf! 

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2 Gedanken zu “Mein #inspirationsfeuer: Nutzen wir unsere Stimme!

  1. Wortlichter schreibt:

    Ein schöner Text. Deinen Überlegungen kann ich nur zustimmen. Das echte Leben hat so viel Inspiration. Und es gibt so viel Möglichkeiten seine Stimme zu nutzen. Literatur war schon immer politisch und kritisch. Und ich finde es schön, dass dies jetzt wieder zurückkommt. Wobei ich denke, dass es nie weg war, aber durch die neuen Medien und der weltweiten Vernetzung in der Berichterstattung, wird es jetzt komplexer und sichtbarer.
    Danke für deine Gedanken :)

    Liebe Grüße, Anja

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